Ko Phi Phi

Ko Phi Phi, bestehend aus der lieblichen Ko Phi Phi Don mit den Unterkünften und der schroffen, unbewohnten Ko Phi Phi Leh mit schönen Ausflugszielen, ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Bilderbuchtraum. Man stelle sich zwei Kalksteinmassive vor, wild zerklüftet, mit Dschungel und Kokospalmen bewachsen. Das glasklare Wasser schimmert in allen Blautönen und die Korallen sind schon vom Ufer (oder vom Boot) aus zu sehen.

Hier wurde 1999 der große Kinoerfolg „The Beach“ gedreht. Seitdem wurde die Insel total vermarktet. Jährlich kamen bisher bis zu 400.000 (vor allem junge) Leute hierher. Das bekam Ko Phi Phi nicht wirklich gut. Die größten Probleme sind hier der Müll und knappes Wasser.

Trotzdem hat sich die Insel einen gewissen Charme bewahrt. Ein Teil von Ko Phi Phi wurde 1983 in einen 390 km² großen Nationalpark einbezogen.

Ein Tag am Meer
Die erste Station unseres Tagesausfluges war gleich die berühmte Maya Bay aus „The Beach“ auf Ko Phi Phi Leh. Das war so der Wahnsinn, dies mit eigenen Augen zu sehen. Die zwei riesigen Felstürme, die links und rechts den Eingang der Bucht markieren, dann wird die gesamte Bucht von riesigen Kalksteinfelsen eingeschlossen. Das Wasser hatte so eine heftige Farbe. Die Zeit dort haben wir vor allem zum Schwimmen genutzt, im klaren Wasser, durch das man bis auf den Grund sehen konnte. Der Strandsand war sehr fein. Trotz der Menschen um uns herum empfanden wir so eine gewisse Ruhe und Friedlichkeit dort, vielleicht weil die Bucht so abgeschirmt war, so als wüssten wirklich nur wir und die anderen Menschen von diesem ganz besonderen Ort. In diesem Moment würde man wirklich nicht auf die Idee kommen, dass in der Saison bis zu 2000-3000 Leute pro Tag (!) auf die Insel kommen, wie uns unser Gruppenleiter erzählte.

Zu Beginn war es noch gar nicht soo voll, aber ab 10 Uhr war die andere Seite des Strandes voll mit Touristen, die auf Longtail- und vor allem Speedbooten in Scharen auf der Insel ankamen.

Schnorcheln…
Das Wasser und der Strand waren wirklich perfekt zum Schwimmen. Später ging es weiter zur Lohsamah Bay. Dort war kein Strand, sondern wir ankerten mit dem Boot in der Bucht und wir sprangen vom Boot aus ins Wasser, um zu schnorcheln. Ich habe zwar nicht gedacht, dass es möglich ist, aber das war noch heftiger als Coral Island! Kaum zu glauben, aber diese Korallen…! Noch sehr viel ausgeprägter, höher, farbiger, krassere Formen! Das ist so unglaublich und sehr beeindruckend! Warum haben wir nur keine Unterwasserkamera 🙂 Das einzige, worin Coral Island unübertroffen ist, ist die Vielfalt der Fische. Hier waren hauptsächlich die bunt-schillernden Pacific-Sergeants (siehe Bilder Phuket-Aquarium) oder große Schwärme von kleinen Silberfischen, die sich in immer dem gleichen Takt scheinbar wie zur Musik bewegen. Ansonsten waren hier vor allem die Korallen zu bestaunen.

Die nächste Station war die Phi Leh Lagoon. Hier sind wir einmal mit dem Boot durch diese Lagune gefahren. Auch sehr schön, einsam und ruhig.

Vorbei ging es am Viking Cave, hier brüten bestimmte Vögel, welche, haben wir nicht genau verstanden. Deren Eier werden für Suppen eingesammelt und kosten sehr viel Geld.

Essen…
Schwimmen und schnorcheln machen Hunger, und so ging es um die Mittagszeit hinüber zu Ko Phi Phi Don in die Tonsai Bay. Dort machten wir eine Essenspause in einem Restaurant (das Essen war schon im Preis mit drin) direkt am Strand. Herrlicher Ausblick.

Danach kam etwas, was uns beiden am besten gefallen hat am ganzen Ausflug: Open Sea Snorkeling. Kaum zu glauben, aber das war noch mal eine Steigerung zum ersten Schnorcheln. Noch größere Korallen, manche sahen aus wie riesige Pilze mit mehreren Metern Durchmessern und wirklich riesige Seegurken auf dem Grund. Auch hier wieder nicht so viele verschiedene Fische, aber die Freiheit und Weite im offenen Meer bei dieser Tiefe ist unvergleichlich.

Schwimmen…
Der nächste und letzte Halt war Bamboo Island, eine Insel vor Ko Phi Phi Don. Und das war wirklich der Höhepunkt, was den Strand und das Wasser angeht, das die intensivste Farbe von allen Inseln zuvor hatte. Hier haben wir mit die schönsten Strandbilder gemacht.

Die Zeit dort haben wir genutzt, um noch mal ordentlich zu schwimmen und zu schnorcheln, für ein kleines Nickerchen und einen Spaziergang den Strand entlang.

Viel zu schnell war die Zeit vorbei. Wir waren recht geschafft, aber glücklich. Die Tour war den Preis von 1100 Baht (22 Euro pro Person) mehr als wert. Die Boot-Crew von J. Mansion war super nett, es gab zwischendurch frische Früchte und soviel Wasser, wie man nur wollte. Wir haben viel gesehen und viele neue Eindrücke bekommen und hatten noch mal die Gelegenheit, so richtig toll zu schnorcheln. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück, nachdem es sich am Morgen zunächst zugezogen hatte. Es war ein Traum-Tag am und im Meer 🙂

Eigentlich wollten wir die Tage noch mal zu einer anderen Inselgruppe fahren. Leider hat dies nicht geklappt. An dem einen Morgen wurde es abgesagt, weil zu wenige Leute fahren wollten und es sich für das Boot nicht gelohnt hätte. Und das andere Mal waren zu hohe Wellen und das Boot fuhr nicht nach Hong Island.

Also machen wir uns morgen früh langsam auf den Rückweg Richtung Norden. Wir sind jetzt nur noch 2,5 Wochen hier und wir wollen noch mal auf Ko Samui und Ko Tao vorbeischauen, wo es uns so gut gefallen hat. Also hört ihr das nächste Mal wieder vom Mae Nam Beach von uns 🙂

Also, viel Spaß beim Bilder gucken (wir hatten die Qual der Wahl, aus 300 Fotos von der Ko Phi Phi Tour 72 zu machen)!