Goodbye Germany – Thailand wir kommen!

Hamburg Altona Bahnhof

Am Montag, den 07.07.2008 ist es endlich soweit, der große Tag. Auf geht’s nach Thailand.

Angefangen hat der Tag allerdings nicht sehr viel versprechend. Die Bahn, die uns nach Frankfurt zum Flughafen bringen sollte, fuhr um 16.09 Uhr aus Altona ab. Zuvor wollte Bettina (Lukas’ Mum) noch mit uns essen gehen. Wir also etwas früher los. In Altona angekommen, wollten wir unser e-Ticket (Rail & Fly) ausdrucken. Es kamen aber unter der eingegebenen Nummer nicht etwa zwei Karten aus dem Automaten und das Ticket war nicht für zwei Personen, nein, es kam nur EIN Ticket für EINEN Erwachsenen heraus.

Na toll, noch 1,5 Stunden bis Abfahrt. Wir das Bahnpersonal gefragt. Ins Servicecenter geschickt. Ich mich an die 100-Meter-Schlange vor den Schaltern gestellt, Lukas versucht, das Reisebüro zu erreichen (an dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass unser Reisebüro zwar günstig, aber bekannt dafür ist, bei Problemen per Telefon so gut wie nie erreichbar zu sein).

Nun hat Lukas immer wieder beim Reisebüro angerufen, aber erstmal keinen erreicht! Ein Glück waren wir schon mehr als eine Stunde früher da, weil Lukas Mum ja noch mit uns essen gehen wollte. Daraus wurde aber dann nichts mehr. Das Bahnpersonal meinte auch nur, wir müssten uns dann ein Ticket so nach Frankfurt kaufen, das hätte aber über 100 € gekostet. Man kann sich ja vorstellen, wie wir abgek… haben. Sch… Reisebüro, dass die das verplant haben. Wären wir nur eine Viertelstunde später gekommen, hätten wir die Bahn verpasst. Naja, Lukas erreichte das Reisebüro dann doch (naja, eigentlich war es eine Weiterleitung zu einem Callcenter) und nach einigem Hin und Her hatten wir dann die benötigte Nummer. Kurz darauf kam dann auch schon der ICE.

Als wir uns von Bettina verabschiedet haben, und sie ausgestiegen ist und von draußen gewunken hat, überkamen mich die Tränen. Vor allem kam dann noch Moritz angelaufen, als der Zug losfuhr. Er hat uns, glaube ich, gar nicht mehr erkennen können, weil die Scheiben vom ICE von außen so getönt sind… Herrschte dann irgendwie eine traurige Stimmung, zu dem Zeitpunkt überkam uns dann auch ein wenig das Heimweh. Und als Lukas Moritz gesehen hat, musste auch er ein bisschen schlucken, weil wir gar nicht wussten, dass er noch kommen wollte. War das eine Überraschung!

Lukas und Susi in der Bahn
Susi und Lukas – Altona Bahnhof

Frankfurt Airport – Abu Dhabi, Saudi Arabien – Bangkok, Thailand

Die Bahnfahrt nach Frankfurt zum Flughafen war lang (4,5 Stunden), aber ganz okay. Der Airport ist sooo groß, hätten uns glatt verlaufen können. Wir mussten mit der Hochbahn (Skytrain) zu unserem Terminal fahren! Ein letztes Mal McDonalds genossen, dann los. Erstmal haben sie noch mal meine Tasche (Handgepäck) herausgezogen und meine Deosprayflasche behalten. Ich könnte damit ja jemandem in die Augen sprühen = Waffe.

Hier muss ich (Susi) sagen, dass dies mein allererster Flug war. Ich kannte die ganze Prozedur vorm Fliegen und das Fliegen selbst überhaupt nicht und war schon Wochen vorher dementsprechend aufgeregt 🙂

Ging aber alles prima. Dabei hatte ich mir kurz vor dem Start alle möglichen Horrorszenarien ausgemalt, alle Bilder von Flugzeugunglücken aus meinem Kopf gekramt, die noch irgendwo versteckt waren und mich selbst ganz schön verrückt gemacht. Und was war? Nix! Hätte mir gar keine Sorgen zu machen brauchen. Ich konnte nämlich gar nicht mehr aufhören, vor mich hin zu lachen, weil das so spaßig war! Das Flugzeug ist immer schneller geworden, hat richtig Gas gegeben, allein das war schon lustig, wie Achterbahnfahren. Und ist denn ganz sanft abgehoben. Gar nichts los. Hatte mit steigender Höhe auch kaum Ohrendruck. Und in der Luft vergisst man ganz schnell, dass man fliegt. Manchmal bei Turbulenzen (hatten wir auf beiden Streckenabschnitten, aber nur auf der Strecke Abu Dhabi – Bangkok war es so schlimm, dass mir ganz schön schlecht wurde) hat das Flugzeug etwas gewackelt, aber man dachte dann, man sitzt in der Bahn 🙂

6,5 Stunden nach Abu Dhabi, der Flughafen dort ist echt krass. Nicht nur die Decke, sondern auch die Wände waren ungefähr mit einer Trilliarde kleiner Mosaikplättchen ausgelegt. Echt heftig. Dort hat man endlich einmal hautnah erlebt, wie es ist, angestarrt zu werden und sich als Ausländer wirklich fremd zu fühlen. Wie alle Araber die Horde der blassen Westler angestarrt haben! Da gab es auch kostenloses Internet, ganz schnell an die Lieben daheim geschrieben, dann ging es auch schon weiter. Die Prozedur mit dem einchecken, 2-3 Passkontrollen und Handgepäckkontrolle zieht sich ja auch immer gut lange hin… Aber ganz spannend, wenn man durch den Körperscanner geht und erwartet, dass es gleich bei einem piept.

Auf dem ersten Flug hatten wir keinen Fensterplatz, aber da es eh dunkel war, als wir los geflogen sind, war das nicht so schlimm. Dafür hatten wir ganz vorne im „Abteil“ Plätze, wo wir ganz viel Beinfreiheit hatten.

Auf dem zweiten Flug bekamen wir Sitze an der Seite und Lukas hat mir großmütig den Fensterplatz überlassen. War das aufregend, den Start und die Landung mitzuerleben! Und der Ausblick erst! Ich kann nur immer wieder davon schwärmen, würde am liebsten viel öfter fliegen.

Unsere Airline (Etihad Airways, eine saudi-arabische Fluglinie) war echt super. Sie sind bekannt dafür, dass es von den Flugzeugen nicht viele gibt, aber DIE Maschinen, die sie haben, sind echt der Hammer! Zu Beginn der Flüge haben sie ganz viele Sachen verteilt, wo man jedes Mal dachte, was ist es denn diesmal? Das war wie Weihnachten. Eine Decke und ein Kissen lagen schon von Anfang an auf den Sitzen. Dann bekamen wir ein Päckchen mit Socken (!), eine Schlafbinde und Ohrpropfen (die wir auch jedes Mal brauchten, hätte nie gedacht, dass es im Flugzeug so laut ist!! Saßen auch beide Male in der nähe der Flügel, wo die Turbinen ja tierisch laut sind). Und auch jetzt benutzen wir sie noch des öfteren, wenn der Fan, die Straße oder die nächste Disko zu laut ist.  Dann kamen Erfrischungstücher und kostenlose Kopfhörer, denn jeder (!) Sitz hatte einen Bildschirm im Rückensitz des Vordermannes vor sich. Dort konnte man per Touchscreen oder Fernbedienung aus 75 Spielfilmen wählen, 150 Fernsehserien (oder Folgen), Radio hören, die Karte angucken, von Kameras am Flugzeug unter sich oder nach vorne schauen, und ganz ganz viele Spiele spielen.

Zu guter Letzt wurde noch VOR dem Start ein Becher Wasser ausgeteilt. Echt super der Service dieser Airline! Sehr zu empfehlen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen unserer Thailand Reiseberichte.